1958: „If they start a war, this is what will happen…“

Ein ehemals klassifizierter Film der US Luftwaffe von 1958 (ca. 60 min, bei Youtube in sechs Teilen/Spulen) beschreibt den Atomkrieg aus der Sicht militärischer Propaganda. Für ein Setting in den 50er bis 60er Jahren, in dem das US-Militär involviert ist, ist dies eine interesssante Quelle für klischeehafte Charaktere, Einrichtungen und Technik aus der Pre-PC-Ära, große Sprachgesten und militärische Hybris, inklusive dicke Zigarren rauchende Offiziere. Der Film zieht sich etwas hin, man kann vor spulen; aber es stellt sich nach einiger Zeit die Frage: In welchem Verhältnis standen Militärdokumentation (Selbstdarstellung in diesem Film), Hollywood (dramaturgisch aufbereitete Fremddarstellung in Kriegsfilmen) und militärische ‚Realität‘ zu einander?

Es kribbelt in den Fingern, das ganze á la „It came from the late, late, late Show“ einzusetzen; für einen Jack-Arnold-Showdown zwischen dem amerikanischen Militär und einem niederen (oder höheren) Mythoswesen; oder für ein alternate-timeline apokalyptisches Rollenspielszenario.

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Published in: on März 30, 2011 at 10:47 pm  Schreibe einen Kommentar  
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S. E. Ketner: „The Plateau of Leng“

Some ten years ago (2002 says the file) I found an incredible story on the web, „The Plateau of Leng“, written by one S.E. Ketner. I vaguely remember it was on some public forum for fanmade CoC stuff.
It was one of the best stories with a mythos-background I’ve encountered so far, especially among those with a contemporary setting. Its plotline starts 1984 with a young psychology student, Mark Mason, who takes some slack in Nepal after a field trip to India. He gets hired by a shady leader of an archeological expedition to treat a ’nervous breakdown‘ of one of its members. For Mark, it goes downhill from there – literally.

As I said: The story is excellently written, one of the best I’ve read so far, well paced and worded, and with enough twists that old Cthulhu-die-hards might enjoy it as a new approach. The stories it may compare to best – if one could say this at all – may be Lovecraft’s „Dreams in the Witch-House“ and „At the Mountains of Madness“, both my favourites.

Now for the strange thing.

These days, the story can’t be found on the internet anymore. The same with S. E. Ketner, no one on the web with this name-surname combo. The web remembers everything, one says, but this wonderful piece of art and its author vanished as thouroughly as age old tribal sayings from the active memory of modern knowledge society.

So, if you know the author, or the story, or have any objections against this gem posted here, please contact me, and I’ll withdraw it immediately. I just want to preserve this beautiful story by sharing it, and to thank S.E. Ketner for writing it.
It would make a lovely, tense plot for an adventure across time and space.

Here’s the story. S. E. Ketner, „The Plateau of Leng“

Published in: on März 28, 2011 at 9:45 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Nachwuchs

Vor vielen Jahren habe ich diese Version von John Kovalics „Collect Call of Cthulhu“ einer guten Freundin und begeisterten CoC-Spielerin zum Geburtstag geschenkt, und seitdem hängt das Bild gerahmt im Flur. Mittlerweile gibt es eine knapp zweijährige Tochter. Gestern wurde mir und anwesenden Mitrollenspielern von meiner Freundin mit erheblichen mütterlichen Stolz Folgendes vorgeführt:

„Lilith, wer ist das hier?“ (Mutter deutet auf grünes Wesen, Tochter guckt konzentriert und denkt nach)

„Lulu. Lulu!“

Allseitige Rufe wie „Oh!“, „Ah!“, „Die Zukunft des Kults ist gesichert!“ und wohlmeinende Spekulationen, wann „Schuschu“ und „Assa“ folgen würden, waren das Ergebnis…

Published in: on Januar 2, 2011 at 12:23 am  Schreibe einen Kommentar  

Psychopathen erschaffen

Die Hare-Psychopathie-Checkliste testet auf bestimmte Eigenschaften in latent oder offen psycho-  bzw. soziopathisch handelnden Personen. Umgekehrt lässt sich daraus natürlich für Rollenspiele ein gutes Profil für einen eindrucksvollen Widersacher stricken.

Wikipedia-Artikel über die Hare-Psychopathy-checklist

Ein Artikel aus dem ‚New Yorker‘, „Suffering Souls“ über psychopathisches Verhalten.

Published in: on Januar 25, 2009 at 6:25 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Der komplette Lovecraft

Wun-der-bar! Alle Lovecraft-Werke, auch längere wie „Berge des Wahnsinns“, sind auf diesem Website versammelt. Herunterladen, lesen, blasphemische Stimmung in die nächste CoC-Runde einbauen!

http://www.dagonbytes.com/thelibrary/lovecraft/

Published in: on Dezember 30, 2008 at 5:04 pm  Schreibe einen Kommentar  

Horror-Archetypen bei den ‚TV-Tropes‘

In der sowohl extrem vergnüglichen als auch unglaublich ergiebigen Wiki-Site ‚TV-Tropes‘ gibt es genügend archetypische Situationen, Charaktere, Objekte, Plot-Devices um aus der Hüfte ein Horror-Rollenspiel-Entwurf zu zaubern. Ich empfehle, einmal die Liste der Horror-Tropen durchzugehen und sich die interessantesten Beispiele heraus zu schreiben…!

http://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/HorrorTropes

Published in: on Dezember 30, 2008 at 4:35 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Clive Thompson

Clive Thompson gibt ein Interview über die Unterschiede zwischen Horror im Film und Horror im Spiel. Natürlich bezieht sich das ganze mal wieder auf Computergames, aber die Argumente greifen 1:1 auch bei Tischrollenspielen. Zwei verschiedene Ansätze der Vermittlung: Abgabe der Kontrolle zu Gunsten eines ‚mehr‘ von dramaturgischer Führung (Film) und Abgabe von dramaturgischer Führung zu Gunsten eines ‚mehr‘ von Kontrolle und willfährigem Einlassen auf Gefahr (Rollenspiel). Die Mechanismen der Identifikation und Immersion sind ebenfalls spannend in ihrer Unterschiedlichkeit.

Video des Interviews auf ABC-News: http://abcnews.go.com/Video/playerIndex?id=5236883&affil=kabc

Literaturempfehlung:

Zillmann, Dolf (1996). The Psychology of Suspense in Dramatic Exposition. In: P. Vorderer, H.J. Wulff and M. Friedrichsen (Hrsg.): Suspense: Conceptualizations, theoretical analyses, and empirical explorations. Mahwah/New Jersey (USA): Lawrence Erlbaum Associates, S. p.199-p.231.

Published in: on Oktober 4, 2008 at 1:05 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Zur Weltausstellung 1893

C.C.Holmes

C.C.Holmes

Hier sind einige Texte über den seltsamerweise fast unbekannten amerikanischen Serienmörder H.H.Holmes, eventuell der Täter mit der höchsten Opferzahl in der Geschichte. Die Taten, hauptsächlich begangen um die Weltausstellung 1893 in Chicago – fünf Jahre nach den Morden von Jack the Ripper – sind nicht nur durch ihre Anzahl sondern auch die Art und Weise ihrer Ausführung aussergewöhnlich. Wie sein Hotel, ‚The Castle‘, das er extra zu diesem Zweck in Chicago hat bauen lassen.

Wikipedia-Artikel: http://en.wikipedia.org/wiki/H._H._Holmes
Eine genaue Beschreibung der Umstände: http://www.philadelphiaweekly.com/view.php?id=6365

Published in: on Oktober 2, 2008 at 1:40 pm  Schreibe einen Kommentar  
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