Who’s the snack now? Eldritch Horror: Bio-Meat

The world, near future. Mankind is running out of food and drowns in its own waste products. What to do? Why, get some genetic engineers on the task to create an organism that will digest any organic matter and turn it into nutritional biomass. The japanese have been quite successful for some years exporting BioMeat ™, a healthy meat product, without anyone suspecting what kind of animal produces the tasty slices of meat, though it’s usually thought of little pigs that provide the ‚pork‘. Would they know… (mehr …)

„Twilight Zone“

„The Twilight Zone“ (1959 – 1964) ist eine US-Serie, die über fünf Staffeln und 156 (!) Episoden Geschichten aus dem Bereich Horror, Science Fiction und Mystery beinhaltete. Der Wikipedia-Artikel zeigt unter „Effects on popular culture“ unberechtigterweise nur eine lächerlich geringe Anzahl von Beispielen.
Anders als „Star Trek“ (1966 – 1969, 79 Episoden) wird hier kein geschlossenes Universum entwickelt, in das man sich als Fan hineinversetzen kann (und mag); „The Twilight Zone“ ist durch das vorherrschende TV-Format von ca. 25 Minuten und das geringe Budget auf kurze, kraftvolle Plots angewiesen, wie sie z.B. in den Kurzgeschichten von H.G.Welles vorkommen; es sind teils bekannt anmutende Plots, die in ein fantastisches Setting (Zeitreise, Roboter, atomare Apokalypse, drei Wünsche, die verlassene Welt, Tod ohne es zu wissen…) transferiert und meist mit einem moralischen Schlußwort versehen werden.

Was „Star Trek“ für Trekkies ist, ist die „Twilight Zone“ für SF- und Fantasy-Autoren, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden: Dunkle Kurzgeschichten, die Zehnjährige dazu brachte, in diesen Nächten das Licht brennen zu lassen. Dass das heutige Alterssegment von etablierten englischsprachigen Autoren (heute um die 50-60 Jahre alt, z.B. Steven Spielberg *1946 oder David Lynch *1946) von der „Twilight Zone“ beeinflusst wurde, liegt nahe.

Auf Wikipedia gibt es eine Liste der Episoden, die sich über die Suche nach dem Titel + „Twilight“ auf Youtube finden lassen. Es macht Spaß, „Erkenne-den-Plot“ bzw. „Erkenne-die-Idee“ zu spielen:

  • In „Little Girl Lost“ findet sich sehr klar die Idee der unsichtbaren Tür zur Nachbardimension aus „Poltergeist“ (1982, Story by Steven Spielberg) wieder.
  • Vier Astronauten in „I shot an Arrow in the Air“ bruchlanden auf einem fremden Planeten, der sich am Ende als die Erde herausstellt: „Planet der Affen.“ (1968, Screenplay by Rod Serling, der einen Großteil der „Twilight Zone“ mitgeschrieben hat)
  • In „Elegy“ könnte man z.B. Iain Banks „Sleeper Service“ aus „Excession“ (1996) wieder erkennen, in der eine künstliche Intelligenz sich den Spaß macht, menschliche Körper zu Dioramen zu drapieren.
  • „The Last Flight“ ähnelt in Aspekten dem schrecklich schlechtem „Biggles: Adventures in Time“ (1986)
  • „And When The Sky was opened“ spiegelt sich in den retroaktiv verschwindenden Charakteren von „Remember Me!“ aus ST:TNG.
  • „Living Doll“ erinnert an „Mannequin“ (1987).
  • „Mirror Image“ war mit seinem Paralleluniversum, bevölkert von bösen Doppelgängern, eventuell die Vorlage für „Mirror, Mirror“ (1967) aus ST:TOS
  • „The Lateness of the Hour“, in der menschenähnliche Kunstwesen sich ihrer Künstlichkeit bewußt sind, teils nicht; ähnlich wie in „Bladerunner“ (1982, Story von Philipp K.Dick 1968)
  • „A World of Difference“ ähnelt in der Vermischung von Realitäten und Virtualiten, Identität und Rolle den Filmen von David Lynch, z.B. „Mulholland Drive“ oder „Lost Highway“

Also: Wenn ihr mal ein paar Abende nichts zu tun habt, werft einen Blick in die Plots und schaut euch interessante Episoden auf Youtube an, z.B. „In Walking Distance“, „Will the real Martian please stand up?„, „The Midnight Sun“, „The Last Flight“, „A World of Difference“ oder „Shadow Play“. Es lohnt sich.

Kleine Anmerkungen: Es wird viel geraucht, da der „Chesterfield“-Produzent einer der Hauptsponsoren war; es gibt viele Western-Episoden, um vorhandene Kulissen zu nutzen. Und es gab großartig aussehende Frauen in S/W, z.B. in „Two“, „The Midnight Sun“ oder „Little Girl Lost“…!

Liste der Episoden mit Plotbeschreibung

Sehr guter Eintrag – wie üblich – auf TV-Tropes

Published in: on April 2, 2011 at 8:14 pm  Schreibe einen Kommentar  

The Late, Late, Late Night Show

Noch einmal zum Spielsystem „It came from the late, late, late Show„: Mittlerweile stehen einige Kostbarkeiten aus dem Archiv der B- und C-Movies der 50er und 60er bei Youtube – zumindest als Trailer. Die Soundtracks! Die Schrifteinblendungen! Campiness!

Zum Einstimmen für die Älteren unter uns: „ZDF – Der Phantastische Film“ und „N3 – Das Gruselkabinett“ (Danke, Tony!)

„Them!“ (1954) – Don’t mix Ameisen und Atomexplosionen

„Tarantula“ (1955) – Jack Arnold auf den Spuren von Godzilla (1954)

„The Incredible Shrinking Man“ (1957) – Orson Welles spricht den Trailer

„The Amazing Colossal Man“ (1957) – Nur zur Balance

„It came from beneath the Sea“ (1957) – Cthulhuesk

„The Blob“ (1958) – Mit dem jungen Steve McQueen

„Invasion of the Body Snatchers“ (1958) – Ein Hollywood-Kommentar zur Roten Gefahr

Und noch ein paar A-Movies…

„This Island Earth“ (1955) – Ein Klassiker: „Metaluna IV antwortet nicht!“

„When Worlds Collide“ (1951) – Das Ende der Welt aus dem All

„The Conquest of Space“ (1955) – Die Beschleunigungssequenz… und der Sputnik-Schock

Published in: on März 31, 2011 at 10:42 am  Schreibe einen Kommentar  

1958: „If they start a war, this is what will happen…“

Ein ehemals klassifizierter Film der US Luftwaffe von 1958 (ca. 60 min, bei Youtube in sechs Teilen/Spulen) beschreibt den Atomkrieg aus der Sicht militärischer Propaganda. Für ein Setting in den 50er bis 60er Jahren, in dem das US-Militär involviert ist, ist dies eine interesssante Quelle für klischeehafte Charaktere, Einrichtungen und Technik aus der Pre-PC-Ära, große Sprachgesten und militärische Hybris, inklusive dicke Zigarren rauchende Offiziere. Der Film zieht sich etwas hin, man kann vor spulen; aber es stellt sich nach einiger Zeit die Frage: In welchem Verhältnis standen Militärdokumentation (Selbstdarstellung in diesem Film), Hollywood (dramaturgisch aufbereitete Fremddarstellung in Kriegsfilmen) und militärische ‚Realität‘ zu einander?

Es kribbelt in den Fingern, das ganze á la „It came from the late, late, late Show“ einzusetzen; für einen Jack-Arnold-Showdown zwischen dem amerikanischen Militär und einem niederen (oder höheren) Mythoswesen; oder für ein alternate-timeline apokalyptisches Rollenspielszenario.

Teil 2 Teil 3Teil 4Teil 5Teil 6

Published in: on März 30, 2011 at 10:47 pm  Schreibe einen Kommentar  
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S. E. Ketner: „The Plateau of Leng“

Some ten years ago (2002 says the file) I found an incredible story on the web, „The Plateau of Leng“, written by one S.E. Ketner. I vaguely remember it was on some public forum for fanmade CoC stuff.
It was one of the best stories with a mythos-background I’ve encountered so far, especially among those with a contemporary setting. Its plotline starts 1984 with a young psychology student, Mark Mason, who takes some slack in Nepal after a field trip to India. He gets hired by a shady leader of an archeological expedition to treat a ’nervous breakdown‘ of one of its members. For Mark, it goes downhill from there – literally.

As I said: The story is excellently written, one of the best I’ve read so far, well paced and worded, and with enough twists that old Cthulhu-die-hards might enjoy it as a new approach. The stories it may compare to best – if one could say this at all – may be Lovecraft’s „Dreams in the Witch-House“ and „At the Mountains of Madness“, both my favourites.

Now for the strange thing.

These days, the story can’t be found on the internet anymore. The same with S. E. Ketner, no one on the web with this name-surname combo. The web remembers everything, one says, but this wonderful piece of art and its author vanished as thouroughly as age old tribal sayings from the active memory of modern knowledge society.

So, if you know the author, or the story, or have any objections against this gem posted here, please contact me, and I’ll withdraw it immediately. I just want to preserve this beautiful story by sharing it, and to thank S.E. Ketner for writing it.
It would make a lovely, tense plot for an adventure across time and space.

Here’s the story. S. E. Ketner, „The Plateau of Leng“

Published in: on März 28, 2011 at 9:45 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Erschreckend fremdartige Kulturen – oder zwei Stufen des Horrors

Ein unterirdischer Ameisenbau, der von Wissenschaftlern mit Beton ausgegossen und nach dem Erhärten des Betons freigelegt wird. Die Formen des riesenhaften Ameisenbaus sind beunruhigend organisch, wie ein gigantisches, unterirdisches Pilzgewächs.

Allerdings, was ist erschreckender: Eine absolut fremdartige Lebensform, die sich unbemerkt über viele Kubikmeter unter Äckern und Steppen eine angsteinfößende Welt aufbaut – oder eine bekannte Lebensform, die aus Neugier diese Welt mit schnellhärtendem Beton ausgiesst, um sie zu ent-decken…?

Der Film ist leider nicht gekennzeichnet, man erfährt ebenfalls nicht, ob der Bau noch bewohnt bzw. genutzt wurde; da die Kolonien aber im Prinzip unsterblich sind, gehe ich einmal davon aus. Videolink: http://www.break.com/index/giant-ant-colony-is-a-world-wonder.html

Zum selben Thema – diesmal aus der Sicht der Filmkritik und damit prinzipiell auch die narrativen Quellgebiete des Tischrollenspiels betreffend – fragt Marcus Hammerschmidt in Telepolis nach dem „neuen Feind“ im Kino, nach der dramaturgisch wirkmächtigen Grenze zwischen Gut & Böse. Nachdem Barbaren und dekadente Imperien postmodern dekonstruiert wurden, ist hier eine einfache Konstruktion nicht immer befriedigend. Was gleich bleibt: Der „Feind“ ist stets das als Fremdartige, als das Andere wahrgenommene – und das kann sowohl unter als auch in uns sein, sowohl kulturell, biologisch als auch psychisch.

Dieses Fremdartige im wahrsten Sinne des Wortes als Spielmeister/Autor zuerst unsichtbar „ins Spiel“ zu bringen und allmählich von den Spielern enthüllen zu lassen, wäre die erste Stufe des Horrors („Call of Cthulhu“).
Die zweite Stufe wäre die Wendung, dass hier tatsächlich ein Spiegel seiner nicht versteckenden sondern schützenden Hülle beraubt wurde („Kult“).

Die dritte Stufe, die meines Erachtens auch durch ihre motivationshemmende Wirkung spielkontraproduktiv wäre, wäre die Entdeckung der absoluten Austauschbarkeit von Spiegelbild und Original, Innen und Außen, Gut und Böse in einem Kontinuum willkürlicher Interpretation (das Erwachen bei „Kult“, der Ort wo Wahnsinn und Harmonie zusammenfallen).

Published in: on März 17, 2011 at 9:50 am  Schreibe einen Kommentar  
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Inspirierende Horrorstories for free

Feedbooks stellt Online-Bücher im (u.a.) PDF-Format zur Verfügung, deren Autoren seit mehr als siebzig Jahren tot und deren Verwertungsrechte in die Public Domain übergegangen sind. Hier finden sich ca. 60 Längere und kürzere Geschichten von Lovecraft (einige in Französisch, die meisten auf Englisch) zum Downlod: Feedbooks – Lovecraft.

Arthur Machems 1894 erschienene Geschichte „The Great God Pan“, auf der Lovecraft sein „The Dunwich Horror“ (1928) basieren liess, und die Autoren wie Stephen King für die beste englischsprachige Horrorgeschichte aller Zeiten halten, ist hier ebenfalls zu finden.

Für die, die den Film „The Jacket“ (2005) mochten, hier gibt es ebenfalls kostenlos das Buch „The Star Rover“ (1915) von Jack London, seinerseits auf einer wahren Geschichte beruhend, an die die Verfilmung angelehnt ist.

Weiterhin ist hier Ambrose Bierce bekannte Kurzgeschichte „An Occurrence at the Owl Creek Bridge“ (1890) downloadbar, deren Plot zahlreichen Verfilmungen des nicht-seines-Todes bewußten Helden zugrunde liegt, wie z.B. dem low budget Horror-Klassiker „Carnival of Souls“ (1962, komplett auf Youtube), „The Sixth Sense“ (1999) oder dem meisterhaften „Jacob’s Ladder“ (1990), welcher wiederum Ideen und Visualisierungen für das Computerspiel „Silent Hill“ (1999-2009) lieferte.

Es hängt alles zusammen.

Und es lohnt sich, gerade für Rollenspielautoren, ab und zu die Klassiker zu lesen…!

Published in: on Februar 28, 2011 at 9:00 am  Comments (1)  
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Southpark meets Mythos

Southpark: Wieder einmal ein gelungenes Mash-Up verschiedener Quellen. BP bohrt zu tief und beschwört Cthulhu; Cartman, der Coon, ehemals Anführer der Superheldengruppe ‚Coon and Friends‘, verbündet sich mit dem absoluten Bösen.
Und Mysterion (guess who) enthüllt seine Superkraft und gleichzeitig den kultbedingten Fluch seiner Existenz:

„I can’t die. I’ve experienced death countless times. Sometimes I see a bright light. Sometimes I see Heaven, or Hell. But eventually, no matter what, I wake up in my bed wearing my same old clothes.“

– Mysterion

Wie entflieht man also, wenn man von Cthulhu in eine Dimension des Schreckens versetzt wird…?

Folge 1411Folge 1412Folge 1413

Wikia-Eintrag zu Mysterion

Published in: on Februar 25, 2011 at 8:45 am  Schreibe einen Kommentar  
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Bilder der letzen Jahrhundertwende

Eine unglaublich ergiebige Ressource von hochaufgelösten (!) Photographien von 1860 (US-Sezessionskriege) bis 1960, mit einer Unmenge bemerkenswerter Aufnahmen aus der Zeit von 1920-1930, Lovecrafts Hochzeit. Orte, Menschen, Objekte, Ereignisse, vom Trivialen zum Bombastischen. Lehrerinnen, Flapper, Straßenkehrer, Bademeister, Footballspieler, Abenteurer, Forscher…!
Ich kann diese Seite als visuelles Handout-Archiv für Call of Cthulhu nicht genug empfehlen!

„Shorpy is a blog about old photos and what life a hundred years ago was like: How people looked and what they did for a living, back when not having a job usually meant not eating.“

Shorpy – The 100 year old photo blog: http://www.shorpy.com/

Links oben ein Foto aus Shorpy: Eine Büroweihnachtsfeier von 1925. Helden. Bösewichter. Gebrochene Herzen. Verwundete Seelen. Mindestens ein halbes Dutzend Geschichten offenbaren sich in dieser Konstellation. (Die zahlreichen Kommentare zum Bild sind ebenfalls spannend).

Ebenfalls unbedingt anklicken: Lewis Payne, einer der Verschwörer zur Ermordung Abraham Lincolns, aufgenommen 1865.

Addendum: Auf Flickr gibt es diese kleine Galerie an „Bilder des Verbrechens…“ aus der Zeit zwischen 1920-1940

Published in: on Februar 1, 2011 at 6:46 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Parasitische Pilze im Gehirn

Cordyceps ist ein endoparasitärer Pilz – d.h. er wächst innerhalb anderer Lebewesen und ernährt sich von ihnen. Einige hochspezialisierte Arten von Cordyceps wachsen nun innerhalb des Gehirns von Ameisen und beginnen, ihr Verhalten zu Gunsten des Pilzes zu kontrollieren: Kurz vor ihrem Tod begeben sich die Ameisen an eine Position, die ideal für das Verteilen von Sporen ist, sobald der Pilz sie aufgezehrt hat und aus dem sterbenden Körper hervorbricht. Mit-Ameisen scheinen die Gefahr der Ansteckung zu spüren und bringen die befallene Ameise außer Reichweite des Baus.

Ein parasitärer Pilz, der das Verhalten seines Wirts auf das Absonderlichste ändert und schließlich zum Tod und grausamer Entstellung des Opfers führt; und eine erfahrene Gemeinschaft, die diese Vorfälle kennt und die dem Tode Geweihten isoliert und aus der Gemeinschaft ausstößt.
Überträgt man dies auf einen Stamm irgendwo im Amazonas-Dschungel und auf eine zufällig sich vor Ort befindliche gutmeinende aber naive westliche Expedition, die den vermeintlich ausgestossenen Kranken zur Behandlung mit nach Hause, in die nächste Großstadt überführt – und man hat die Ansätze für ein interessantes Abenteuer. Dieser Horror, obwohl ähnlich gelagert, gibt ein etwas subtileres, getrageneres und weiter spinnbares Szenario ab als z.B. „The Relic“.

Um den Pilz und die kontrollierte Ameise zu sehen: Hier ist ein Link zum eindrucksvollen Video auf Youtube aus der „Planet Earth“ Reihe.

Published in: on Januar 19, 2011 at 9:14 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Nachwuchs

Vor vielen Jahren habe ich diese Version von John Kovalics „Collect Call of Cthulhu“ einer guten Freundin und begeisterten CoC-Spielerin zum Geburtstag geschenkt, und seitdem hängt das Bild gerahmt im Flur. Mittlerweile gibt es eine knapp zweijährige Tochter. Gestern wurde mir und anwesenden Mitrollenspielern von meiner Freundin mit erheblichen mütterlichen Stolz Folgendes vorgeführt:

„Lilith, wer ist das hier?“ (Mutter deutet auf grünes Wesen, Tochter guckt konzentriert und denkt nach)

„Lulu. Lulu!“

Allseitige Rufe wie „Oh!“, „Ah!“, „Die Zukunft des Kults ist gesichert!“ und wohlmeinende Spekulationen, wann „Schuschu“ und „Assa“ folgen würden, waren das Ergebnis…

Published in: on Januar 2, 2011 at 12:23 am  Schreibe einen Kommentar  

Nur noch ein einziges auf Lager.

Eine Kabellänge entfernt liegt ein Mikrokosmos. Ein Audio-Kabel bei Amazon für 6800 Dollar. Eine Unmöglichkeit? Nur wenn es sich um ein normales Audiokabel handeln würde, nicht um etwas… anderes… das entweder niemals für den Gebrauch durch den Menschen vorgesehen war oder aber sich an eine gänzlich andere Käuferschicht richtet.

AudioQuest K2 terminated speaker cable. Nur ein Kabel. (mehr …)

Published in: on November 28, 2010 at 6:12 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Hergé meets Lovecraft

Ich bin auf Murray Groat aufmerksam geworden durch boingboing.

Hergé hat Tim und Haddock mit übernatürlichen oder zumindest überirdischen Phänomenen konfrontiert: Ufos und alte Tempel („Flug 715 nach Sidney“), eine riesige Meteorinsel in der Arktis („Der geheimnisvolle Stern“), Kugelblitze und alte Flüche („Die sieben Kristallkugeln“), außersinnliche Wahrnehmung und Yetis („Tim in Tibet“). Teilweise lesen sich die Comics wie Akte-X-Folgen, wunderbar dargestellt in der kennzeichnenden ligne claire des großen Hergé.

Murray Groat hat vier sieben fantastische Cover mit fiktiven Bänden der „Tim und Struppi“-Reihe erstellt. Wäre es nicht großartig, wenn Hergé tatäschlich Tim, Struppi und Kapitän Haddock die Untiefen des Cthulhu-Mythos erkunden hätte lassen? Oder wie ein Leser des Boingboing-Blogs es ausdrückt: „Tausend teuflische Tentakeln, Tim!“

Meine erste eigene Interpretation in dieser Richtung, „The Mask of the Dreamer“, als Hommage an Lovecraft und Hergé…

Published in: on November 23, 2010 at 1:46 am  Schreibe einen Kommentar  

Widernatürliche Wolle

Bild 15

Eine Schottin mit ansprechenden Ideen, was man alles aus Wolle machen kann: Cthulhu-Mützen, Tiefe-Wesen-Handschuhe und Masken…

http://thingsandideas.wordpress.com/2008/12/07/squamous-and-eldritch/

Cthulhu-Skimaske (via BoingBoing)

 

Published in: on Mai 17, 2010 at 7:13 pm  Schreibe einen Kommentar  

London bei Gaslicht

Eine unschätzbare Ressource für Abenteuer und Kampagnen im London des vorletzten Jahrhunderts, ob nun für Steampunk oder Cthulhu by Gaslight. Das „Dictionary of Victorian London“ bietet neben hochaufgelösten Karten Artikel zum Alltagsleben, Verbrechen, Stadtteilen, Gesellschaftsphänomenen etc. etc. Ein kulturhistorischer Fundus an Requisiten für atmosphärisches Rollenspiel.

Dictionary of Victorian London

Published in: on Dezember 28, 2009 at 9:51 pm  Schreibe einen Kommentar  
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Im Urwald der Angst

387px-the_ya-te-veo-1Madagaskar als viertgrößte Insel der Welt hat zwar keine großen Raubtiere zu bieten, aber die kleinen Gefahren, die unsichtbaren, lauernden, sind wesentlich grausiger. Blutegel hinter dem Auge. Brennende Nesselfäden, die auf einen herabregnen und blenden. Giftige Insekten. Und Legenden über fleischfressende Bäume.

The slender delicate palpi, with the fury of starved serpents, quivered a moment over her head, then as if instinct with demoniac intelligence fastened upon her in sudden coils round and round her neck and arms; then while her awful screams and yet more awful laughter rose wildly to be instantly strangled down again into a gurgling moan, the tendrils one after another, like great green serpents, with brutal energy and infernal rapidity, rose, retracted themselves, and wrapped her about in fold after fold, ever tightening with cruel swiftness and savage tenacity of anacondas fastening upon their prey.

Die Mischung aus realem und legendären Horror Naturalis in dem dokumentarischen Artikel „A Forest full of Frights“ lässt sich gut in die Darstellung von Expeditionen ins Herz der Finsternis einbauen.

purp03Eine noch bessere Ressource für fantastische Flora Horribilis ist die Website „The Terror Garden – Plant Monsters for Call of Cthulhu“ von G.W. Thomas – vor allem, weil sie speziell auf Horror-Rollenspiele zugeschnitten ist. Ein paar der dort erwähnten Spezies lassen sich, dank des abgelaufenen Copyrights, z.B. in H.G.Wells Geschichte „The Flowering of the strange Orchid“ oder in Fred M. Whites „The Purple Terror“ (illustriert!) nachlesen.

Der Film „Ruins“ zeigt, dass das Genre des „Urwald der Angst“ bis heute noch quicklebendig ist.

Published in: on Januar 30, 2009 at 4:24 pm  Schreibe einen Kommentar  
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